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08.03.2010ADAC Sommerreifen-Test: Gefährliche Billigreifen

Längerer Bremsweg mit schlechten Reifen

Vor dem Start ins Frühjahr sollte man grundsätzliche seine Sommerreifen überprüfen, denn nicht selten steht hier ein Reifenwechsel bevor. Aus diesem Anlass hat der ADAC in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest seinen alljährlichen Sommerreifen-Test durchgeführt und ist dabei zu einem durchaus erstaunlichen Ergebnis gekommen.

Hände weg von Billigreifen - Knapp 20 Euro Ersparnis für fast 40 Meter mehr Bremsweg

Wer sich beim Reifenkauf aus Kostengründen für einen fernöstlichen Billigreifen entscheidet, riskiert im Ernstfall auf nasser Fahrbahn einen erheblich längeren Bremsweg und erhöht damit sein Unfallrisiko deutlich. Dies ist das wichtigste Ergebnis des diesjährigen ADAC Sommerreifen-Tests, bei dem 36 Reifen in zwei Dimensionen untersucht wurden.

Dabei landeten vor allem die Billigangebote wegen sicherheitsrelevanter Schwächen durchweg im Bereich „nicht empfehlenswert“. Dass es auch anders geht, beweisen zehn „besonders empfehlenswerte“ Reifen. Auch die 16 „empfehlenswerten“ Pneus stellen noch eine gute Wahl dar. Der Rest: Drei „bedingt empfehlenswerte“ und sieben „nicht empfehlenswerte“ Produkte bekommen die Abwertung meist wegen schlechter Noten auf Nässe oder weil sie gar im Schnelllauftest versagten.

Schließlich stehen Bestleistungen im Kraftstoffverbrauch und Verschleißverhalten in der Regel im Zielkonflikt zum Verhalten auf nasser Straße. Bestes Beispiel dafür ist ein Reifen der Bestnoten bei der Haltbarkeit und beim Rollwiderstand erhielt. Sein mangelhafter Nässewert führte allerdings zur Abwertung der ADAC-Empfehlung auf „nicht empfehlenswert“ Um also einen Spitzenplatz im ADAC-Reifentest zu erhalten, kommt es darauf an, in möglichst allen Testdisziplinen gute Werte zu zeigen und in keiner einzigen schwach abzuschneiden.

 

Falscher Geiz kann gefährlich sein

Der ADAC Sommerreifen-Test 2010 zeigt erneut, wie gefährlich die Wahl schlechter Reifen sein kann und wie wenig mehr gute Reifen kosten. Wer also beim Reifenkauf auf den Geldbeutel schauen muss, sollte lieber die Preise der Qualitäts-Reifen vergleichen, als einfach auf die Billigvarianten zu setzen. Denn manchmal liegt der Preis-Unterschied zwischen guten und schlechten Reifen bei nur 20 Euro.